Gefährliche Quarantäne-Krankheit neu auch in der Schweiz !

 

Phytophtora ramorum - eine erst vor wenigen Jahren identifizierte Pilzart, die im Westen Nordamerikas ein gefährliches Eichensterben verursacht - wurde in Europa 1993 in deutschen und holländischen Baumschulen an Viburnum- und Rhododendron-Arten entdeckt. 2002 lagen bereits Befallsmeldungen von Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen,  Grossbritannien, Guernsey, Irland, Polen und Spanien samt den Balearen-Inseln vor. 2003 wurde diese Pilzart erstmals auch in einer Baumschule im Schweizer Mittelland nachgewiesen.

Bislang wurde in Europa der Pilzbefall nur an diversen Strauchgehölzen festgestellt, indes ist ein Übergreifen des Befalls auf Waldbäume nicht auszuschliessen, zumal das Wirtsspektrum insbesondere bei amerikanischen Baumarten deutlich grösser ist und davon auch unsere Park- und Gastbaumarten im Wald betroffen werden könnten.

Um einer weiteren Verbreitung von Phytophtora ramorum durch befallenes Wirtsmaterial vorzubeugen, wurden von der EU  der Import und Handel der betroffenen Gehölzarten mit Einschränkungen belegt.

In der Schweiz unterstehen die Wirtspflanzen seit Beginn dieses Jahres dem Pflanzenpassregime. Verdacht auf Befall ist meldepflichtig wie Feuerbrand.

Die Meldung erfolgt beim Eidg. Pflanzenschutzdienst, WSL, Dr. B. Stadler, Postfach. 8903 Birmensdorf, Tel. 01-739 22 67, Mail

 

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